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Memory Biografie- und Schreibwerkstatt e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der seit 2008 aktiv ist.

Auf unseren Seiten finden Sie Informationen und Angebote rund um das Thema Biografiearbeit und biografisches Schreiben. Wir arbeiten mit Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen, Eltern und Großeltern und bilden Fachkräfte weiter

Einen ersten Eindruck von unserer Arbeit erhalten Sie hier:

Biografische Texte von Eltern und Großeltern


Sie möchten Ihre Biografie schreiben lassen? Oder die einer nahe stehenden Person?

Sie benötigen ein
Schreibcoaching für berufliche, fachliche oder biografische Texte?

Mehr dazu finden Sie unter
www.ihre-biografin.com


Unsere Angebote

Weiterbildungen für Fachkräfte, Pädagog*innen, Lehrer*innen zu den Themenfeldern Biografiearbeit, Identität, Resilienz, Kreatives Schreiben.

Planung und Durchführung von Projekten in Ihrem Auftrag bzw. in Kooperation mit Ihnen.

Beratung und Begleitung
, z.B. bei der Methodenentwicklung für Biografiearbeit mit Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen, Eltern und Großeltern.

Verfassen von Dokumentationen für Ihre Arbeit und Ihre Projekte: Erstellen von Texten und Öffentlichkeitsmaterialien in Ihrem Auftrag.


Von schwarzen Löchern und blinden Flecken:
Erinnerung als Kunst

Am 21.10.2018 fand ein Gespräch zwischen der Künstlerin DESSA
und der Gründerin der Memory Biografie- und Schreibwerkstatt e.V.
Isabel Morgenstern im Ausstellungszentrum Pyramide in Berlin-Hellersdorf statt. Moderiert wurde das Gespräch von der Journalistin Alice Lanzke (Neue deutsche Medienmacher e.V.). Anlass war die Ausstellung von DESSA Kunst und Erinnern anlässlich des Gedenkens an die antisemitischen Pogrome im November 1938.


Alice Lanzke, DESSA, Isabel Morgenstern
Foto: Robert Lanzke

In ihren Collagen und Bildern lässt die Schweizer Künstlerin DESSA (Deborah Sharon Abeles) deutsch-jüdische Geschichte lebendig werden. Einzelne Biografien werden zu vielschichtigen Symbolen der Geschichte und Brückenbauern für die Gegenwart. Dabei vertieft sich DESSA intensiv in die jeweiligen Lebensgeschichten, bis die einzelnen Mosaiksteine ihrer Recherche ein kreatives Ganzes ergeben. Ihre neueste Arbeit ist eine visuelle Biografie der Sozialreformerin, Pädagogin und Feministin Alice Salomon – ein bildgewaltiges Werk, das Salomon dem Vergessen entreißt und in einen aktuellen Kontext setzt.


Foto: Robert Lanzke

Sowohl für DESSA als auch für Isabel Morgenstern sind Erinnerungen zentral. Während DESSA durch ihre Arbeit ein „schwarzes Loch in ihrer Familiengeschichte füllt“, wie sie selbst sagt, war die Beschäftigung mit ihrer Biografie für Isabel Morgenstern die Gelegenheit, mit den „blinden Flecken“ im Kontext mit der nationalsozialistischen Vergangenheit ihrer Familie umzugehen. Im Gespräch ging es unter anderem um folgende Fragen: Was sind Erinnerungen und Gemeinsamkeiten in ihren jeweiligen Ansätzen? Was macht die Arbeit mit Erinnerungen mit ihnen persönlich? Und welche Bedeutung haben Erinnerungen auf kollektiver, gesellschaftlicher und künstlerischer Ebene? (Text: Alice Lanzke)


Nächster Weiterbildungstermin:
Geschichten, die Mut machen - Biografiearbeit mit Eltern

Termin: 21.10.-22.10.2019 und 19.11.2019

Maximale Teilnahmezahl: 14
(frühzeitige Anmeldung empfohlen!)
Referentin: Isabel Ursula Morgenstern (siehe unten)

Veranstaltet von:
Sozialpädagogisches Fortbildungsinstitut Berlin-Brandenburg SFBB. Die Anmeldung ist ausschließlich dort möglich.

Biografiearbeit bietet vielfältige Anlässe, sich mit persönlichen Ressourcen und der eigenen Herkunft zu befassen. „Geschichten, die Mut machen“ ist eine niedrigschwellige Methode des biografischen Schreibens für Eltern, die für ihre Kinder Familien- und Herkunftsgeschichten in kleinen Büchern festhalten. Dies kann hilfreich sein, wenn Familiengeschichten komplex sind und der kindgerechten Erklärung bedürfen, wie z. B. bei Patchwork- und Regenbogenfamilien.

Eine weitere Zielgruppe sind Eltern mit Migrationshintergrund, die ihren Kindern von ihrer Herkunftsgeschichte erzählen möchten. Im Vordergrund steht der erzählerische und selbstreflexive Prozess, der zugleich Anlass für individuelle Sprachbildung bieten kann. Neben dem Schreiben können Geschichten mündlich erzählt und als Audioaufnahme erstellt werden.

Bausteine niedrigschwelliger Biografiearbeit lassen sich auch in weitere Aktivitäten mit Eltern integrieren, wie z.B. in Kochgruppen, denn Ess-, Kultur- und Familiengeschichten sind oft eng miteinander verknüpft.

Im Seminar geht es um ethische Rahmenbedingungen professioneller Biografiearbeit und um Möglichkeiten der Resilienzförderung bei Erwachsenen. Besondere Bedeutung hat dabei eine Haltung der Wertschätzung und Reflexionsbereitschaft seitens der Anleitenden. Biografische Methoden lassen sich am besten vermitteln, indem man sie selbst erprobt - deshalb werden im Seminar viele praktische Übungen durchgeführt.

Zur Anmeldung


► Geschichten, die Mut machen -
Ressourcenorientierte Biografiearbeit mit Eltern und Großeltern
von Isabel Ursula Morgenstern

Seitenzahl: 120
Format: A4 hoch
Ausstattung: Paperback schwarz-weiß mit Abbildungen und Schreibvorlagen

Gerne nehmen wir Ihre Vorbestellung für die 2. Auflage entgegen!

Auszüge aus "Geschichten, die Mut machen" (pdf)

Rezension von "Geschichten, die Mut machen" von Birgit Lattschar

Zur Vorbestellung

Inhalt:
Eltern und Großeltern spielen eine wichtige Rolle bei der Weitergabe von biografischem Familienwissen an ihre Kinder und Enkel. In unserer Arbeit haben wir festgestellt, dass vielen Kindern der Zugang zu diesem Wissen fehlt. Dabei geht es weniger um komplexe Sachverhalte der Familiengeschichte, als vielmehr um grundlegende Informationen wie Namen und Daten von Familienmitgliedern, geografische Informationen, Familientraditionen usw. Grundsätzlich orientieren wir uns an den Ressourcen und Lebensschätzen, die auch Familien in schwierigen Lebenssituationen mitbringen.

In den letzten Jahren haben wir mit Eltern und Großeltern gearbeitet und diese dazu angeregt, ihre Geschichte(n) in einfachen Worten für ihre Kinder aufzuschreiben. Unser Buch bietet einen detaillierten Einblick in die niedrigschwellige Biografiearbeit mit Familien und lädt zum Nachahmen ein. Es führt in die Resilienzförderung insbesondere bei Erwachsenen ein, die bisher in der Praxis vor allem in Bezug auf Kinder bekannt ist. Wir beziehen uns auf die Arbeit mit Memory Books, einem international gut erforschten Ansatz der Biografiearbeit mit Familien, die von HIV/ Aids betroffen sind. Dass die Methoden der Memory Work darüber hinaus auch für viele andere Familien nutzbar sind, ist in Deutschland nicht bekannt. Als verbindendes Element über die Generationen hinweg zeigt sich in der Biografiearbeit das Thema Iden­tität: die der Kinder, die der (Groß-)Eltern sowie der ganzen Familie im Sinne ihrer Zugehörigkeit. Wer sind wir? Was macht uns aus? Wo gehören wir hin? Ein Schwerpunkt unserer Projekte lag auf der Arbeit mit Familien mit Migrationshintergrund, wobei sich rasch zeigte, dass die Methoden, die wir entwickelt haben, auch für andere Familien nutzbar sind.  

Im Praxisteil werden Eltern interviewt, die für ihre Kinder geschrieben haben: Eine Mutter, die in der ehemaligen DDR aufgewachsen ist, Mütter mit Migrationshintergrund, eine Pflegemutter und Regenbogenfamilienmütter berichten auf sehr persönliche Weise von ihren Erlebnissen beim Verfassen und Weitergeben ihrer Geschichten an ihre Kinder. Das Buch enthält zahlreiche Texte, die Eltern und Großeltern geschrieben haben, sowie eine Anleitung für die Durchführung eines Projektes über ca. 8 Treffen. Für die praktische Arbeit stehen zudem über 20 Seiten Schreibvorlagen bereit. Ein besonderes Augenmerk gilt den ethischen Rahmenbedingungen und einer traumasensiblen Vorgehensweise, einer notwendigen Grundlage für professionell angeleitete Biografiearbeit.
 


► Veröffentlichung im Fördermagazin Grundschule

Projekt Lebensbuch - Ressourcenorientierte Biografiearbeit und Sprachbildung. Sich selbst zur Sprache bringen - auch wenn Worte erst mal fehlen. Von Isabel Ursula Morgenstern.
In: Fördermagazin Grundschule 02/2016. S. 39-40.


► Pädagogische Biografiearbeit im Stadtteil
Ein Projekt für Kinder, Eltern und Multiplikator*innen

Von 2012-2014 führten wir im Rahmen des Bundesprogramms Toleranz fördern - Kompetenz stärken im Sprengelkiez in Berlin-Wedding die Projekte Biografiearbeit im Stadtteil / Netzwerk Biografiearbeit im Stadtteil durch. Zielgruppen waren Kinder, Jugendliche und Eltern aus dem Sprengelkiez, sowie PädagogInnen und MultiplikatorInnen aus dem Gebiet Wedding-Zentrum/ Brunnenstraße Süd. Unser Ziel war und ist es, Biografiearbeit als pädagogische Methode im Stadtteil bekannter zu machen und das Methodenwissen an die Einrichtungen weiterzugeben, um so die Nachhaltigkeit für den Kiez zu stärken. Die Projekte mit den einzelnen PartnerInnen sind in sich abgeschlossen, werden aber untereinander vernetzt, z.B. durch Veranstaltungen, Netzwerktreffen und durch Weiterbildungen.


Unsere KooperationspartnerInnen für unser Projekte im Stadtteil Sprengelkiez waren von 2012-2014 die Brüder-Grimm-Grundschule (1), die Leo-Lionni-Grundschule (2), das Lotsenprojekt die Brücke (3), das Sprengelhaus (4) und die Weddinger Kinderfarm (5). Darüber hinaus haben wir auch mit dem Deutschen Kinderschutzbund Berlin sowie dem Spinnboden Lesbenarchiv & Bibliothek e.V. zusammengearbeitet. Die Projektförderung durch das Bundesfamilienministerium wurde Ende 2014 eingestellt, da das Bundesprogramm endete.



Gefördert im Rahmen des Bundesprogramms
"TOLERANZ FÖRDERN – KOMPETENZ STÄRKEN"



► Projekt Lebensbuch - Pädagogischen Begleitmaterialien

Unsere pädagogischen Begleitmaterialien wurden durch das Bundesprogramm "VIELFALT TUT GUT. Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie" gefördert. Sie umfassen eine ausführliche Darstellung der Methode Lebensbuch sowie der wissenschaftlichen Grundlagen, die wir vor allem in der Resilienzforschung und in der Salutogenese sehen. Wir gehen auf die praktische Durchführung des Projekts ein, wobei wir die notwendigen Rahmenbedingungen und den Aufbau der Arbeit vorstellen. Unter anderem gehen wir auf die Chancen der ressourcenorientierten Biografiearbeit für Jugendliche – ob mit oder ohne Migrationshintergrund – ein.

In einem praktischen Teil werden die einzelnen Projektstunden eines kompletten Kurses von 15 Doppelstunden dargestellt. Dabei wird der Aufbau der Stunden mit einführenden Kommunikations- und Entspannungsübungen, angeleiteten Reflexionen, Gruppengesprächen, gestalterischen Aufgaben, Erstellen von Lebensbuchseiten, vielfältigen Zwischenschritten und alternativen Aufgaben gezeigt. Zahlreiche Kopiervorlagen für die Lebensbuchseiten können Sie direkt für Ihre Projekte übernehmen.

Eine umfassende Literaturliste bietet weiterführende Informationen, außerdem finden Sie viele Bilder, Beispiele und Fotos, teils in Farbe. Wir haben mit dem Projekt Lebensbuch eine besonders niedrigschwellige Herangehensweise entwickelt, die mit kleinen Schritten arbeitet. Diese können als Ganzes oder auch in einzelnen Einheiten umgesetzt werden, ohne dass gleich ein ganzes Buch entstehen muss. Mehr dazu hier

Die Begleitmaterialien sind in zwei Ausgaben erschienen, die inhaltlich gleich sind, auch wenn sie unterschiedliche Umschlagbilder haben. Zunächst haben wir eine eigene Publikation in kleiner Auflage erstellt, kurz darauf ist unser Buch im Verlag an der Ruhr erschienen:

 

Morgenstern, Isabel/ Memory Biografie- und Schreibwerkstatt e.V.: Projekt Lebensbuch – Biografiearbeit mit Jugendlichen. Verlag an der Ruhr, 2011.

Seitenzahl: 104
Format: A4 hoch
Ausstattung: Paperback mit vierfarbigen Abbildungen
ISBN 978-3-8346-0812-3
Preis: 21,99 €

Inhaltsverzeichnis (pdf)

Beispielseiten (pdf)


► Projekt Lebensbuch von "Vielfalt in der Mitte" als Referenzprojekt ausgewählt

2010 wurde das Projekt Lebensbuch von Vielfalt in der Mitte neben drei anderen Projekten als Referenzprojekt ausgewählt. Mehr dazu auf der Internetseite von www.vielfalt-macht-mut.de


 


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